Ratgeber · Kernsanierung

Kernsanierung – was es ist, was es kostet, wann es sich lohnt

Eine Kernsanierung bringt ein Altbau auf Neubauniveau: Alle technischen Systeme raus, alles neu. Was das konkret bedeutet, was es kostet und wie viel Förderung möglich ist – dieser Ratgeber gibt die Antworten.

Was wird erneuert

Was bei einer Kernsanierung ersetzt wird

Alles außer dem tragenden Rohbau. Der tragende Rohbau – Fundament, tragende Wände, Geschossdecken – bleibt. Der Rest kommt raus und wird durch Neubau-Standard ersetzt.

  • Heizungsanlage komplett erneuern
  • Elektroinstallation auf Neubaustandard
  • Sanitärsysteme und Wasserleitungen
  • Wärmedämmung Außenhülle
  • Fenster und Außentüren austauschen
  • Innenputze und Trockenbau
  • Estrich und Bodenbeläge
  • Lüftungsanlage (Wärmerückgewinnung)

Kernsanierung: die wichtigsten Zahlen

1.000–2.000 €/m²

Kosten pro Quadratmeter

4–8 Monate

Typische Bauzeit

bis 150.000 €

KfW-Kredit möglich

Die Zahlen gelten für ein typisches Einfamilienhaus in Rheinland-Pfalz und dem Saarland (Stand 2026). Der tatsächliche Betrag hängt vom Zustand, der Ausstattung und dem Gewerke-Umfang ab. Im kostenlosen Erstgespräch erhalten Sie eine belastbare Einschätzung für Ihr konkretes Objekt.

Häufige Fragen zur Kernsanierung

Was ist eine Kernsanierung?

Eine Kernsanierung ist die umfassendste Form der Gebäudesanierung: Alle technischen Systeme werden komplett ausgetauscht – Heizung, Elektro, Sanitär, Dämmung, Innenputz, Böden, Fenster und Türen. Der tragende Rohbau (Fundament, tragende Wände, Decken) bleibt erhalten. Das Ergebnis entspricht energetisch und technisch einem Neubau.

Was wird bei einer Kernsanierung erneuert?

Typischerweise umfasst eine Kernsanierung: die komplette Heizungsanlage (inkl. Wärmedämmung), alle Sanitär- und Elektroinstallationen, Estrich und Bodenbeläge, sämtliche Innenputze und Trockenbauwände, Fenster und Außentüren sowie die Wärmedämmung der Außenhülle. Kurz: alles außer dem tragenden Rohbau.

Was kostet eine Kernsanierung 2026?

In Rheinland-Pfalz und dem Saarland liegt der realistische Kostenrahmen für eine Kernsanierung zwischen 1.000 und 2.000 Euro pro Quadratmeter Wohnfläche. Für ein 130-m²-Haus sind das 130.000 bis 260.000 Euro. Der genaue Betrag hängt stark vom Ausgangszustand, dem Ausstattungsstandard und der Bausubstanz ab.

Wann lohnt sich eine Kernsanierung?

Eine Kernsanierung lohnt sich, wenn der tragende Rohbau noch in Ordnung ist, aber alle technischen Systeme das Ende ihrer Nutzungsdauer erreicht haben. Typisch für Häuser aus den 1950er bis 1970er Jahren. Die Kernsanierung verlängert die Nutzungsdauer um 30–50 Jahre und bringt das Gebäude auf Neubauniveau – zu deutlich geringeren Kosten als ein Abriss und Neubau.

Welche Förderung gibt es für eine Kernsanierung?

Kernsanierungen mit Fokus auf Energieeffizienz werden über KfW BEG gefördert: zinsgünstige Kredite bis 150.000 Euro je Wohneinheit plus Tilgungszuschüsse von bis zu 20 %. Einzelgewerke wie Wärmepumpe oder Außendämmung können zusätzlich über BAFA mit bis zu 70 % gefördert werden. Wichtig: Der Förderantrag muss vor Auftragserteilung gestellt werden.

Wie lange dauert eine Kernsanierung?

Für ein typisches Einfamilienhaus mit 120–150 m² sollte man 4 bis 8 Monate reine Bauzeit einkalkulieren. Hinzu kommen Planungsvorlauf (4–8 Wochen) und Abnahme. Die Dauer hängt stark von der Gewerke-Koordination ab: Mit einem Baukoordinator wie PlanB laufen parallele Gewerke gleichzeitig statt nacheinander.